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Laminat verlegen
Früher benötigte man beim Laminat verlegen noch Holzleim, Zugeisen, Hammer und Schlagklotz. Dank dem praktischen Klicklaminat ist das jedoch Vergangenheit und der Laminatboden ist im Handumdrehen verlegt.
Bei der Kalkulation der Laminat-Menge für die Verlegung sollte man mit etwa 10% Verschnitt rechnen. In den meisten Fällen können ungeöffnete Pakete zurückgegeben werden.
Werkzeug: Zollstock, Bleistift, Handsäge, Keile, Bohrmaschine
1. Akklimatisieren: Nicht nur Parkett dehnt sich aus und zieht sich zusammen, auch Laminat sollte zunächst akklimatisiert werden. Bevor man mit dem Verlegen beginnt, sollten die Paneele ein bis zwei Tage offen im Raum lagern.
2. Untergrund: Der Untergrund muss eben, trocken, sauber und rissfrei sein. Unebenheiten von mehr als 3 mm müssen vor dem Laminat verlegen mit eine fließfähigen Spachtelmasse ausgeglichen werden. Eine Dampfsperre aus PE-Folie sollte auf Estrich oder Betonböden nicht fehlen. Die Folie wird überlappend verlegt und verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Untergrund in das Laminat aufsteigt und zum Quellen bringt.
3. Trittschalldämmung: Befindet sich unter dem Raum anderer Wohnraum, sollte man auf eine Trittschalldämmung nicht verzichten. Diese ist im Handel aus verschiedenen Materialien erhältlich.
4. Verlegerichtung planen: Die Verlegerichtung sollte sich am besten nach der Raumform richten, auf diese Weise lassen sich kurze Seiten optisch strecken, so dass ein länglicher Raum quadratischer wirkt. Wenn dies keine Rolle spielt wird parallel zum Lichteinfall verlegt.
5. Dehnung beachten: Beim Verlegen von Laminat ist zu beachten, dass auch dieses sich dehnen kann. Aus diesem Grund sollte bei der Verlegung eine Raumtemperatur von ca. 18 °C und eine Luftfeuchtigkeit von unter 70% herrschen. Zur Wand ein Abstand von 10 mm eingehalten werden. Am besten geht dies mit Keilen, die es im Handel gibt oder die man auch selbst schnell zurecht sägen kann. Bei großen Räumen ab etwa 8 Metern, sollte auch in der Mitte eine sogenannte Dehnungsfuge bestehen bleiben, die mit einer Leiste verblendet werden kann.
6. Laminat verlegen: Die erste Reihe wird mit der Feder zur Wand verlegt, dabei müssen die Keile für den Abstand gesetzt werden. Mit dem geklickt oder mit dem Zugeisen werden dabei die kurzen Seiten der Paneelen verbunden. Die langen Seiten werden vorher eingeklickt. Nach Möglichkeit sollte man von Reihe zu Reihe mit Versatz arbeiten. Dabei hilft eine Paneele, die etwa auf die Hälfte gekürzt ist. Bei der letzten Reihe wird die nötige Paneelbreite mit dem Bleistift aufgetragen und die Paneele mit der Handsäge zugeschnitten.
7. Sockelleisten: Die Wandabschlüsse in Form von Sockelleisten verdecken die 10 mm Dehnungsfuge. Sie müssen in jedem Fall an der Wand und nicht am Boden befestigt werden, um die Fuge nicht in ihrer Funktion zu beeinträchigen.
Heizungsrohre: An Heizungsrohren gilt das Gleiche wie an Wandanschlüssen, es muss ein Abstand von etwa 10 mm eingehalten werden. Dafür wird zunächst die Position ausgemessen und auf die Laminatpaneele aufgezeichnet. Dann großzügig bohren und keilförmig aussägen. Nach dem Verlegen kann das abgesägte Stück wieder angesetzt werden und mit einer entsprechenden Abdeckkappe verblendet werden.
Türzargen: In Mietwohnungen empfiehlt es sich das Laminat so zu verlegen, dass man auch zur Türzarge die 10 cm Dehnungsfuge einhält und anschließend mit einem elastischen Dichtstoff ausfüllt. Liegt eine Erlaubnis des Vermieters vor oder handelt es sich um Eigentum, so kann die Türzarge auch gekürzt werden und dient anschließend als Verblendung für die Dehnungsfuge. Das Kürzen der Türzarge muss vorgenommen werden, bevor Sie das Laminat verlegen. Dabei addiert man zur Ermittlung der Höhe einfach die Stärken von Dampfsperre, Trittschalldämmung und Laminat.
Wenn die Tür nach der Laminatverlegung schleift, kann man unter Umständen eine Unterlegscheibe in die Türangel einlegen, ohne dass die Tür dann am Rahmen stoppt. Ist dies nicht möglich, muss auch hier gekürzt werden. Ein gerader Schnitt ist hier unumgänglich, so dass man diese Arbeit am besten bei einem Tischler oder Schreiner vornehmen lässt.
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