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Streichputz
Streichputz, auch als Rollputz bezeichnet, bietet auch dem Heimwerker, der oftmals mit dem Auftragen eines Putzes mit der Maurerkelle überfordert ist, eine interessante Alternative.
Streichputz besteht hauptsächlich aus einer Farbe, zum Beispiel Dispersionsfarbe, Kaseinfarbe oder einer lehmbasierten Farbe, der feinkörniger Sand beigemischt wird. Diese kann mit einem Pinsel oder einer Farbrolle, ähnlich wie Wandfarbe, aufgetragen werden. Dabei können in den Putz verschiedene Dekore eingearbeitet werden. Der Untergrund sollte frei von Tapetenresten oder Unebenheiten, also möglichst glatt sein, denn Unebenheiten, wie Macken, wie sie beim Abkratzen von Tapetenresten entstehen, bleiben nach dem Aufbringen des Streichputzes sichtbar und können die Optik sehr stark beeinträchtigen. Es empfiehlt sich daher, Unebenheiten vorher mit Gips zu verspachteln und die Stellen anschließend glatt zu schleifen.
Als Untergrund eignen sich, je nach Putz, alle saugenden mineralischen Untergründe, wie Lehm, Kalksandstein, Ytong, Poroton, Span- und OSB-Platten sowie Holzweichfaserplatten. Vor dem Aufbringen des Putzes ist in jedem Fall ein auf das Produkt abgestimmter Haftgrund aufzubringen.
Die Anwendung des Putzes spielt ebenfalls eine große Rolle: Während Lehmputz nicht wischfest und daher für Feuchträume im Spritzwasser-/Duschbereich nicht geeignet ist, wird ein Putz, der aus Zellulose, Marmormehl und Ölen/Harzen besteht, nach dem Aushärten absolut fest und abwaschbar. Die Dampfdiffusionsfähigkeit von Lehmputz ist allerdings von allen Putzen am höchsten. Ein weiterer Vorteil von Lehm Rollputz oder Zelluloseputzen: Sie sind ungiftig, riechen auch bei der Verarbeitung kaum, sind frei von Konservierungsstoffen und die Reste sind kompostierbar.
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