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Textiltapete
Bei einer Textiltapete handelt es sich um eine hochwertige
Wanddekoration, deren Oberfläche mit Fasern diverser Gewirke
beschichtet ist.
Dabei verwenden die Produzenten Naturstoffe, wie z.B.
Seide, Hanf, Jute, Leinen oder Baumwolle. Ferner kommen synthetische
Fäden zum Einsatz. Je nach Dichte des Trägermaterials, sprich der
Papierbahn, kann die Textiltapete zusätzlich bedruckt werden. Muster,
Farben und Art der Stoffe sind fast keine Grenzen gesetzt.
Man unterscheidet Gewebetapeten von Kettfäden-Tapeten. Erstere sind mit
einem Gewebe überzogen, welches vorher zu einem komplexem Geflecht
verwoben wurde. Bei Kettfäden-Tapeten verlaufen alle Fäden in
Längsrichtung; Nähte sind selten zusehen und die Gesamtfläche erscheint
homogen. Als Sonderform ist die Velourstapete zu nennen. Hier nutzt man
elektrostatische Kräfte, um mit kleinsten, textilen Fusseln eine
klebergetränkte Außenseite zu beflocken. Dieses Verfahren erlaubt
klassische Muster oder Wappenabbildungen.
Stoffartige Tapeten halten nur mit einem speziellen Textilkleber;
einfacher Tapetenkleister reicht nicht aus. Dazu liefert jeder
Hersteller entsprechende Hinweise mit.
Textile Wandverkleidungen haben eine lange Tradition. Vorläufer der
Papierbahnen waren opulente Wandteppiche im Orient. Den sogenannten
„türkischen Tapeten“ folgten im 17. Jahrhundert die Vorgänger der
heutigen Velourstapete. Im Auftrag des englischen Königs Karl I. wurden
große Papierbögen mit Wollstaub verziert. Schon damals schufen sie ein
behagliches Raumklima, sorgten für eine leichte Wärmedämmung und
mäßigten den Schall. Eine moderne Textiltapete verschmutzt kaum,
schmeichelt in der Hand und bescheinigt dem Hausherrn einen
individuellen, guten Geschmack.
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